11,5 x 5 x 16
Das Kaninchen ist in der traditionellen mexikanischen Kosmologie untrennbar mit dem Mond verbunden. Wo andere Kulturen ein Gesicht in den Kratern vermuten, sahen die Maya, Azteken und Zapoteken die Silhouette eines Kaninchens – ein kosmisches Zeichen für Fruchtbarkeit und den ewigen Zyklus des Wachstums. Diese Verbindung macht das Tier zu einem Boten der Nacht und der Lebenskraft der Erde.
Besonders deutlich wird diese spirituelle Rolle in der Beziehung zur Göttin Mayahuel. Als Mutter der „400 Kaninchen“ (Centzon Totochtin) symbolisiert das Tier hier die unzähligen Facetten des Rausches und der Ekstase. Es steht für den heiligen Überfluss, aber auch für den Moment des Kontrollverlusts. In der Welt der Maya tritt es zudem oft als listiger Gelehrter und Schreiber auf, der durch Klugheit und Scharfsinn besticht.
Auch als Nahual – als spiritueller Schutzgeist – nimmt das Kaninchen eine Schlüsselrolle ein. Wer dieses Wesen als sein spirituelles Gegenstück besitzt, dem werden Wachsamkeit, eine schnelle Intuition und eine flinke Auffassungsgabe zugeschrieben. So vereint das Kaninchen in dieser Tradition die Sanftmut eines Beutetiers mit der schöpferischen Kraft eines göttlichen Begleiters.
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